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Ursache und Wirkung "1"

oder was haben meine Füße und mein Kopf gemeinsam

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Wenn wir Schmerzen haben, oder wir uns unwohl fühlen, dann suchen wir oft nach den Ursachen. Denn nur wenn wir die wirkliche Ursache finden, können wir eine Änderung anstreben. Auch im Yoga versuchen wir, Verständnis für die Systeme Ursache - Wirkung zu bekommen.
Im Nachfolgenden möchte ich an einem konstruierten Fall veranschaulichen, wie wir doch auf der Hut sein müssen, um die wahren Ursachen zu finden.

Stellen wir uns vor, wir hätten Kopfweh. Diese Woche schon zum zweiten Mal. Die Kopfschmerztabletten helfen zwar, aber wir wissen genau, dass Tabletten nicht die richtige Lösung auf Dauer sein können. Also suchen wir nach der Ursache der Schmerzen, um dann eine richtige Therapie zu beginnen. Vielleicht merken wir, dass wir im Nacken verspannt sind. Dann sind also die Verspannungen die Ursachen der Kopfschmerzen? Ja und nein. Natürlich bekommen wir die Kopfschmerzen wegen der Nackenprobleme, aber warum ist unser Nacken so verspannt? Haben wir zu viel Stress in der letzten Zeit gehabt, so dass sich die Schultern verspannt haben? Ich möchte nun aber den Gedanken weiterspinnen. Stellen wir uns vor, das unsere Schultern nach vorne hängen, viele Bekannte hätten uns schon auf diese Fehlhaltung angesprochen, dann wäre nicht unbedingt Stress, sondern die Fehlhaltung die Ursache. Aber warum haben wir diese Fehlhaltung? Es könnte das leichte Hohlkreuz sein. Also ab ins Fitnesscenter. Aber die Beschwerden werden nicht geringer, sondern eher noch stärker. Warum? Der Arzt könnte sagen, dass unserere Beckenhaltung nicht in Ordnung ist, und das schon seit langer Zeit. Wir stellen fest, dass wir auch oft Schmerzen in den Beinen haben, die Füße schnell kalt werden und die Durchblutung der Beine nicht optimal ist. Die Adern sind in dem Leistenbereich eingeklemmt und die Blutzufuhr nicht ausreichend. Stellen wir uns noch vor, wir hätten X-Beine. Nun kann es sein, dass durch diese Fehlstellung der Beine unser Becken nicht richtig ausgerichtet ist. Dann kann die Wirbelsäule sich nicht im richtigen Verlauf aufrichten, die Schultern fallen nach vorne, der obere Rücken wird leicht rund. Da wir aber nach vorne schauen müssen, wird der Nacken geklemmt und der Kopf fängt an zu schmerzen. Damit nicht genug. Nun möchte ich noch eine letzte Schleife ziehen. Stellen wir uns noch vor, wir seien nicht sehr aktiv und unsicher. Der Körper spiegelt diese Bewusstseinshaltung wider. Vielleicht haben wir eine leichte Bindegewebsschwäche, nicht viel, nur leicht. Vielleicht auch ein kleine Bauch dabei. Und als Kind mussten wir schon früh Einlagen in den Schuhen tragen. Und da ist die echte Ursache. Wir haben Plattfüße. Das ist der Grund für die falsche Haltung der Beine, für die Beckenhaltung, bis zum Schuss wir unter Kopfschmerzen leiden.

Ich muss zugeben, eine weit hergeholte Geschichte, aber so oder anders kann es sein. Es ist oft eine sehr lange Auseinanderesetzung mit unserem Körper notwendig um ihn zu verstehen, aber wir können viel lernen.

Im Yoga setzen wir uns mit dem Körper auseinander, Zusammenhänge werden erforscht. Wenn wir das nicht täten, dann würden wir nicht solch einen Erfolg haben. Auch ist immer die Gesamtheit des Körpers (und des Geistes) zu sehen. Ich werde oft gefragt, "Was soll ich denn bei diesem Problem für Yogaübungen machen?" Ich kann da leider keine andere Aussage machen als "Jede". Nur wenn wir alle Aspekte betrachten werden wir Erfolg haben.

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