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Ursache und Wirkung "2" oder was haben meine Füße und mein Kopf gemeinsam |
In dem ersten Teil
der Ursachenfindung sind wir über eine lange Kette von
Zusammenhängen zur Ursache der Kopfschmerzen gelangt. Es kann
aber auch anders sein.
Nehmen wir wieder den gleichen Fall. Dieses
Mal möchte ich aber nicht die Annahme treffen, dass die Füße
oder die Psyche die Ursache waren, sondern ich möchte die
Gesamtheit sehen, so wie wir auch die Gesamtheit sind.
Wir nahmen an, dass die Kopfschmerzen vom verspannten
Nacken kamen. Die Schmerzen im Kopf verursachen auch ein
Unwohlgefühl. Diese Gefühl verbessert bestimmt nicht unsere
Körperhaltung, ganz im Gegenteil die Schultern hängen noch
weiter nach vorne oder sie ziehen nach oben und die Spannungen im
Nackenbereich werden erhöht. Es ist also eine Pause im Körper
notwendig, um aus diesem Kreis herauszukommen. Wir müssen uns
zurücknehmen, ein Bad nehmen oder uns Angenehmes gönnen.
Natürlich helfen eventuell auch Tabletten, aber das ist eine
Lösung die ich nur ungerne anbiete. Wenn wir aber in dieser
Situation nur an unsere Füßen denken, werden wir die
Schmerzen im Kopf nicht los.
Der nächste Bereich ist der
Rücken. Wie besprochen, ist er im oberen Bereich etwas rund, was
von der Beckenhaltung her kam. Unsere Beckenhaltung ist sehr stark
von unserer mentalen Verfassung abhängig. Wobei hier nicht die
momentanen Stimmungen sehr wichtig sind, wie bei den Schultern,
sondern allgemeine Stimmung über Jahre. Ein wichtiger Bereich
sind unsere Leisten. In dem hier beschriebenen Fall, wird der vordere
Bereich der Leisten über die Jahre her eingeengt. Das hat mit
der Beschreibung der Unsicherheit zu tun. Wenn wir Unsicher sind,
oder Angst haben, dann ist es in unserer Natur, den genitalen Bereich
des Körpers zu schützen. Es sind Nuancen, aber über
einen längeren Zeitraum, werden sich die Muskeln der
Körperhaltung anpassen. Unser Becken bekommt eine
Fehlstellung.
Der letzte Teil ist der Beinbereich. Wenn wir nicht
gleichmäßig auf den Füßen stehen, dass kann
z.B. beim Plattfuß sein, dann ist unser Unterschenkel oft
verdreht. In diesem Beispiel dreht die Wade nach außen. Dann
haben wir noch die Schutzhaltung im Oberschenkel, der nach innen
dreht, und die Beinen werden zu X-Beinen.
Nun ist es so, dass wir nicht lokal an einem Bereich des Körpers etwas tun können, um die Kopfschmerzen auf Dauer zu beseitigen, sondern wir müssen unseren gesamten Körper und die Psyche korrigieren. Es sind häufig nur Kleinigkeiten, die korrigiert werden müssen, aber oft ist das Zusammenspiel wichtiger, als die Menge der Korrekturen.
Welche der beiden Betrachtungen nun die Richtige ist, kann meist nicht definiert werden. Ich glaube, dass es möglich ist, beide als die Richtige anzusehen. Es kommt nur auf die Fragestellung an. Ich habe in vielen Jahren versucht, sehr analytisch mit Yoga umzugehen. Es war mir immer wichtig zu wissen, warum Yoga so ist und nicht anders. Heute denke ich oft anders. Ich übe weniger Asanas, aber ich bin immer mehr Yogi. Die Asanas sind wichtig. Wir sollten viel üben, sehr viel üben, um Verständnis zu bekommen. Wir brauchen Lehrer denen wir vertrauen können, und Lehrer die uns vorbereiten alleine zu Üben.
Schukie
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